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Die gesammelten Daten sollen in Form einer digitalen Datenbank zusammengefasst und im Internet veröffentlicht werden. Die einzelnen Teilprojekte sind so umfangreich, dass sich Schulen in Form von Neigungskursen und Arbeitsgemeinschaften beteiligen können. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, den Jugendlichen einen bewussten Bezug zur Natur zu vermitteln. Sie sollen lernen, die globalen Veränderungen der Natur unseres Planeten zu verstehen und mit dieser Einsicht zum Schutz der uns umgebenden Natur beitragen. Die heranwachsende Generation sollte sich nicht von Panikmache über die globalen Veränderungen anstecken lassen, sondern mit dem erworbenen Wissen in der Lage sein, nachhaltige Maßnahmen zum Schutz unserer Umwelt zu erkennen und zu fördern. Mit
der systematischen Erforschung unterschiedlicher Lebensräume
und der Veröffentlichung der Ergebnisse in Form einer Homepage
wollen wir dieses erworbene Wissen jedermann zugänglich
machen.
Aber die Jugendlichen können nicht nur passiv die Natur erforschen. Zum einen soll das Projekt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und zum anderen auch aktiv den Lebensraum schützen und erhalten. Letzteres ist zum Beispiel durch eine aktive Bekämpfung von Neophyten im zu erforschenden Lebensraum möglich. Mit der Arbeit in der Öffentlichkeit ist eine eigene „Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit“ notwendig. Hier ist außer der Homepage aber auch die Entwicklung von Broschüren über den Lebensraum der Pflanzen und Tiere erforderlich, um zum Beispiel Gastvorträge in Schulen und Kindergärten zu untermalen. Geplant ist in diesem Zusammenhang auch eine kindgerechte Broschüre für die Arbeit in den Kindergärten zu entwickeln, um den Kleinsten in unserer Gesellschaft ein kindgerechtes Wissen über die Natur unserer Heimat zu vermitteln Die Kombination aus der Arbeit in der Natur und der Nutzung moderner Technik wird sicher viele Jugendliche begeistert an das Projekt binden. Wichtig ist, dass die geleistete Arbeit nicht nur für eine einmalige Präsentation erbracht wird, sondern einen nachhaltigen Baustein für die zukünftige Arbeit darstellt. Die Schreberjugend Sachsen ist Mitglied im Bundesverband der Deutschen Schreberjugend und kann somit die internationalen Kontakte des Verbandes nutzen. Ein Jugendaustausch mit Jugendverbänden anderer Länder ist somit möglich, aber auch ein Austausch mit anderen Bundesverbänden ist geplant. Zum Beispiel ist bereits seit längerem ein gemeinsames Naturprojekt des Landesverbandes Südwest der Schreberjugend und des Landesverbandes Sachsen der Schreberjugend in Oppenau im Schwarzwald geplant.
Die ersten beiden Projekte „Natur Sachsen - Lebensquell Raumbach“ in Reichenbach und „Natur Sachsen – Gartenwelten“ in Falkenstein starten mit den Sommerferien 2010. In den Sommerferien soll den Kindern der näheren Umgebung ein buntes Programm angeboten werden. Dies wird in Abstimmung mit den Jugendclubs und Schulhorten der Städte geplant werden. Der
Ausbau der beiden Stationen der Schreberjugend zu Naturpädagogischen
Zentren ist mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 geplant. Hier
sollen die Schulen der näheren Umgebung Vorträge, bezogen auf
den aktuellen Lehrstoff der Naturwissenschaftlichen Fächer
buchen können. Weiterhin werden Vorträge über die umgebenden
Lebensräume und mögliche Schutzmaßnahmen für seine Bewohner
der Bevölkerung angeboten. „Natur Sachsen - Lebensquell Raumbach“ wird sich mit dem Lebensraum Raumbach beschäftigen. Die Schwerpunkte der ersten Phase werden sich mit der Bestandserfassung der Lebensgemeinschaften im und um den Raumbach beschäftigen. Die Jugendlichen sollen seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten aufspüren und mögliche Schutzmaßnahmen erarbeiten. Der Bach wird über den Verlauf der Jahreszeiten beobachtet und die Veränderungen werden dokumentiert. Wir möchten mit diesem Projekt aber auch die Geschichte des Raumbaches erforschen und dokumentieren. Einer der Schwerpunkte wird die Aufklärung der Bevölkerung über die Neophyten in diesem Lebensraum sein. Hierzu sollen im „Alten Wasserwerk“ auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände Vorträge angeboten werden, welche die Jugendlichen selbst ausarbeiten. Aber der Verband möchte auch die Pflegschaft über den Teilbereich des Raumbaches auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände übernehmen um auch praktisch diesen Lebensraum zu erhalten. Die Schreberjugend Sachsen möchte das „Alten Wasserwerk“ zu einem Naturpädagogischen Zentrum ausbauen und somit das Erfolgsmodell „Grünes Klassenzimmer“ der Landesgartenschau fortsetzen. Geplant
ist, ab 2011 auch Fachtagungen des Bundesverbandes nach
Reichenbach zu holen.
Die Gartenanlage „Zum Holzbrunnen“ e.V. Falkenstein startet mit dem Jahr 2010 ein einzigartiges Projekt zur sinnvollen Nachnutzung Leerstehender Gärten, das Anlegen eines Naturgartenparks ist geplant. Der Lebensraum „Naturgartenpark“ wird nach den Bedürfnissen der heimischen Tier- und Pflanzenfauna gestaltet. Der Park soll mit seiner zentralen Streuobstwiese eine Genreserve der sächsischen Obstsorten bilden. Es werden Obstsorten ausgewählt, welche ihren Urverwandten am nächsten kommen. Gemeinsam
mit den Gärtnern und den Jugendlichen sollen Möglichkeiten zum
Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt des Lebensraumes
erarbeitet werden und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich
gemacht werden. Sicher wird die durch die beiden Projekte entstehende Naturdatenbank die Artenvielfalt der beiden Lebensräume dokumentieren und so manche Überraschung ans Tageslicht bringen. Tommy Brumm Landesverband Sachsen der Deutschen Schreberjugend |