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Wie
entsteht ein grünes Klassenzimmer
Am Beispiel Falkensteins kann die Entstehungsgeschichte eines Grünen Klassenzimmers wunderbar nachvollzogen werden.
Wie kommt man dazu, einen Schulgarten in einer Kleingartenanlage einzurichten?
Wie so oft tauchen gute Projekt-Ideen zufällig auf, so auch hier: Die Idee für das Kinder- und Jugendprojekt
entstand 2005 während eines Gesprächs mit einer Kindergartenleiterin, die schon lange nach einer Möglichkeit suchte,
sich aktiv mit Kindern in der Natur zu betätigen. Ein Kleingärtnerverein schien ihr
für den Kindergarten als optimaler
Partner, da sie hier fachliche Hilfe erwarten konnte.
Im folgenden Jahr wurde mit der Umsetzung begonnen:
Im August 2006 erfolgte der erste Spatenstich mit großer Beachtung von Presse und Bevölkerung.
Schritt für Schritt entstand in einer ursprünglich stark verwilderten Parzelle ein Schulgarten, das sogenannte
Grüne Klassenzimmer. Die Kosten für das Aufräumen der Parzelle und für den Zaunbau hatte der Verein
übernommen. Gehölzreste von der Beräumung wurden zu einer imposanten
Todholzhecke aufgeschichtet.
Es entstand nicht nur ein wertvolles Naturschutzobjekt, auch die
Entsorgungskosten wurden dadurch gespart.
Danach wurde die Gartenfläche in Beete und großzügige, sternförmig angelegte Wege
aufgeteilt. Kindergruppen
sollten beim Gärtnern genügend Platz haben. 2007 standen der Bau des Sanitärbereiches und die
Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Gartenwerkzeuge im Vordergrund.
Gleichzeitig begann der Ausbau eines Naturlehrpfades, dessen Kernstück ein Feuchtbiotop im ehemals sumpfigen
Teil des Gartens ist. Die Tiere, die sich aufgrund der ständigen Überflutungen angesiedelt hatten, sollten
nicht vertrieben werden. Je mehr Vorschläge umgesetzt wurden, desto mehr engagierten sich die Vereinsmitglieder
für das Projekt.
Flexibel zu sein, die Gestaltung als fortwährenden Prozess zu sehen und alle Beteiligten einzubeziehen – das
sind Schlussfolgerungen, die sich aus diesem Projekt ziehen lassen.
Tommy
Brumm
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